BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//5. Internationaler Kongress für Kirchenmusik | Bern 2015 | 21.-25. Oktober 2015//NONSGML Events//EN
CALSCALE:GREGORIAN
X-WR-CALNAME:5. Internationaler Kongress für Kirchenmusik | Bern 2015 | 21.-25. Oktober 2015 - Events
X-ORIGINAL-URL:https://www.kirchenmusikkongress.ch/programm/
X-WR-CALDESC:5. Internationaler Kongress für Kirchenmusik | Bern 2015 | 21.-25. Oktober 2015 - Events
BEGIN:VEVENT
UID:20150331T0953Z-1427795614.8933-EO-110-1@192.168.12.51
STATUS:CONFIRMED
DTSTAMP:20260419T121109Z
CREATED:20150316T210028Z
LAST-MODIFIED:20150803T131354Z
DTSTART;TZID=Europe/Zurich:20151024T080000
DTEND;TZID=Europe/Zurich:20151024T083000
SUMMARY: Laudes
DESCRIPTION: Jeremias Gotthelf und die Musik zu seiner Zeit   Magdalena Oli
 ferko Orgel Monika Urbaniak Violine Pfrn. Mirjam Wey Liturgie   Henryk Wien
 iawski (1835-1880) Legende op. 17 Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901) Sec
 hs Stücke für Violine und Orgel op. 150 Thema mit Veränderungen (Nr.1) Eleg
 ie (Nr.5) Lesungen aus den Schriften von Jeremias Gotthelf Jeremias Gotthel
 f war wohl\, […]
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html: <p><strong>Jeremias Gotthelf und die Musik zu
  seiner Zeit</strong> </p><p> </p><p><strong>Magdalena Oliferko</strong> Or
 gel<br /><strong> Monika Urbaniak</strong> Violine <br /><strong>Pfrn. Mirj
 am Wey</strong> Liturgie</p><p> </p><p><strong>Henryk Wieniawski</strong>  
 (1835-1880)<br /> Legende op. 17</p><p><strong>Josef Gabriel Rheinberger</s
 trong>  (1839-1901)<br /> Sechs Stücke für Violine und Orgel op. 150 <br />
   Thema mit Veränderungen (Nr.1)<br />  Elegie (Nr.5)</p><p>Lesungen aus de
 n Schriften von <strong>Jeremias Gotthelf</strong></p><p></p><p><strong>Jer
 emias Gotthelf</strong> war wohl\, so ist vordergründig anzunehmen\, vor al
 lem ein Mann des Worts\, und die Vorstellung kommt einem etwas seltsam vor\
 , dass er sich am Abend noch in einen Salon begeben haben könnte\, um dort 
 die neusten Klavierstücke von Chopin\, Schumann und Liszt oder die Lieder S
 chuberts anzuhören. Aber vielleicht tun wir ihm damit Unrecht. Das Klavier 
 taucht in seinen Texten auch kaum auf\, die Orgel schon eher. Wenn die Orge
 l in der Kirche rauscht\, die Gemeinde singt\, der Pfarrer betet und predig
 t und die Gemeinde zum heiligen Tische wallt\, dann vergehen dem jungen Päc
 hter Uli die bittern Gefühle und er fühlt nur noch die Wonne\, der Gemeinde
  Christi anzugehören. <br /> <br />Die Musik hat also heilsame Kräfte: «Wen
 n man da so sitzt im stillen weiten Raume\, vielleicht ein schönes Lied von
  der Orgel tönt\, oder ein schönes Wort aus der Bibel kömmt\, und die Glock
 en rufen die draussen herein\, da\, wie die Augen im Dunkel des Kellers all
 mählig aufgehen und zu schauen vermögen\, so geht es unserer Seel\, sie öff
 net sich Eindrücken\, für welche sie sonst verschlossen war\, und wenn der 
 Prediger kommt und als geistiger Säemann frommen Samen streut\, so fällt di
 eser Same in offene Seelen\, wo er sonst nur Ohren gefunden hätte\, und Ohr
 en\, die nicht hörten.» Sehr fein skizziert Gotthelf hier auch die Wirkung 
 des Orgelspiels in der Kirche.<br />Ob er wohl Johann Jakob Mendel kannte\,
  der seit 1830 am Berner Münster wirkte und viel für das Musikleben der Sta
 dt tat (vgl. Mittagsandacht vom Freitag)? Wie Gotthelf wohl dessen Gewitter
 szene in Klage und Trost gefallen hätte\, ihm\, dem Autor<br />der naturali
 stischen Wassernoth im Emmenthal von 1837? Solche musikalischen Katastrophe
 nschilderungen haben ja angesichts der Realität immer etwas Puppenstubenhaf
 tes. Aber vielleicht hätte es ihm doch Eindruck gemacht\, was da von der Or
 gel herabklingt: Etwas Gewaltiges\, das aber am Ende doch Trost spendet\, w
 ie es der Pfarrer auf der Kanzel ja gelegentlich auch tut. So liesse sich a
 lso weidlich spekulieren\, über die Musikalität des grossen Schriftstellers
 …<br />Das Programm «Jeremias Gotthelf und Violinmusik des 19. Jahrhunderts
 » verbindet Texte Gotthelfs (1797–1854) mit musikalischen Werken von Kompon
 isten\, die in seinem Jahrhundert lebten. Die «Legende op. 17» (um 1860) de
 s polnischen Geigenvirtuosen<br />Henryk Wieniawski (1835–1880) ist ein rom
 antisches Werk per se\, durchdrungen von Melancholie\, Sehnsucht\, Schmerz 
 und lyrischer Liebe. Der etwas später entstandene Zyklus op. 150 von Josef 
 Gabriel Rheinberger (1839–1901) schaut\, so schreibt<br />Magdalena Oliferk
 o\, «epigenetisch auf die Ästhetik der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts 
 zurück und schliesst in diesem Sinn den Kreis der Gotthelf-Epoche.»</p><p>
CATEGORIES:Gottesdienst
LOCATION:Johanneskirche
GEO:46.969838;7.376332
ORGANIZER;CN="km15":MAILTO:info@macrec.ch
URL;VALUE=URI:https://www.kirchenmusikkongress.ch/programm/laudes-10/
END:VEVENT
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Zurich
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0200
DTSTART:20150424T180000
TZNAME:CEST
END:DAYLIGHT
END:VTIMEZONE
END:VCALENDAR
